Sportangebot

Ballschule

Ballschule

Die Ballschule der Universität Heidelberg hat die Idee der Ballschule nach einem Forschungsprojekt 1997 in Brasilien bereits vor 10 Jahren umgesetzt und hat mit über 100 Sportvereinen und 75 Grundschulen mit 6000 Ballschulkindern entsprechende Kooperationen.

Die Idee der Ballschule verfolgt folgende grundlegenden Ziele:

  • Ganzheitliche Ausbildung der geistigen, emotionalen und motorischen Entwicklung
  • Vielseitiges Erleben und Wahrnehmen von Sportspielsituationen
  • Vermittlung spielübergreifender Fähigkeiten und Fertigkeiten mit dem Ball (z.B. Ballgefühl, Ballkoordination)
  • Soziale Einbindung in "Sportspielgruppen"

Es wird also besonderen Wert darauf gelegt, dass die Kinder im Alter von etwa 3 bis 10 Jahren keine spezielle Sportart (wie Fußball, Handball oder Tennis) trainieren, sondern zunächst ihre motorischen Fähigkeiten, den Spaß am (Ball-)Sport und ihre spielerische Kreativität entwickeln.

Handballtrainer können ein Lied davon singen, wie schwer es ist, Kinder für eine Sportart regelmäßig zu begeistern und zum Wochenende genügend Spieler für einen Wettkampf zu haben.

Noch vor nicht allzu langer Zeit haben unsere Kinder das "ABC" des Spielens auf Straßen, Bolzplätzen oder in Parks erlernt. Diese vielseitige, natürliche Ballschule gibt es heute bedauerlicherweise so gut wie nicht mehr.

Auch die Sportvereine können dafür in der Regel keinen vollständigen Ersatz bieten: Die Kinder werden vielfach trainiert, bevor sie selbst spielen lernen. Das hat Nachteile: Kinder sind keine Spezialisten, sondern Allrounder. Einseitige Ausbildungen können dazu führen, dass sie frühzeitig die Lust verlieren und auch langfristig nicht den erwünschten Erfolg erbringen.

Die Erkenntnis, dass wir auch beim TVW etwas derartiges einführen sollten, kam bei einer Fortbildung des Handball-Verbandes Rheinhessen, wo selbst uns Erwachsenen durch Dr. Daniel Memmert von der Ballschule Heidelberg mit sehr interessanten Beispielen und Übungen der Spaß am Spiel durch ganz einfache Übungen vermittelt werden konnte.

Dr. Memmert berichtete auch von Studien, die mit verschiedenen Nationalmannschaften und deren „begabten“ Spielern gemacht wurden. Nachfolgend als Beispiel die Aussagen von zwei erfolgreichen Sportlern, die aus eigener Erfahrung sprechen und deren sportlicher Werdegang nachvollziehbar ist:

"Die heutige 'Einbahnstraßen-Ausbildung' ist weder kind- noch entwicklungsgerecht. Am Anfang müssen verschiedene Wege und Richtungen aufgezeigt werden, das Generalmotto lautet: 'Vielseitiges Spielen macht den Meister!'"

(Heiner Brand, Handball-Weltmeister 1978 als Spieler und 2007 als Trainer, mehrfacher Deutscher Meister und Pokalsieger)

„ ... Ich war immer ein bewegliches Kind und wenn ein Ball dabei war, egal was für einer, war ich glücklich. Mittags bin ich aus dem Haus und abends heim, ob Regen oder Schnee war nebensächlich. Ich habe einfach gespielt, wie ich Spaß hatte: `mal Tischtennis, dann Basketball oder Handball, also alles, was mit Bällen zu tun hatte ..."
(Mehmet Scholl, Fußball-Europameister 1996, Deutscher Meister und Pokalsieger)

Auch das Thema Übergewicht wird von der Ballschule thematisiert:

Übergewicht ist leider keine Seltenheit. Mehr als 10 Prozent der Schulkinder sind betroffen. Eine der Ursachen ist fast immer Bewegungsmangel. Bei den heutigen veränderten Freizeitbedingungen haben es die Kinder nicht leicht, selbst Bewegungsräume zu finden. In den üblichen Angeboten verlieren übergewichtige Kinder schnell den Spaß am Sporttreiben.

Deshalb hat das Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg ein spezielles Bewegungsprogramm konzipiert. Im Vordergrund steht Spaß an körperlicher Aktivität zu finden. Gemeinsam werden Kompetenzen für das Ballspielen erworben. Das "spielende" Fitnesstraining wird dabei gar nicht als solches empfunden. Und wer erst einmal mit dem Ball umgehen kann, hat es später leichter, im Verein oder in der Schule ein passendes Angebot für sich zu finden.

TagArtZeitOrtÜbungsleitende
Dienstag5 - 7 Jahre16:00 - 17:00MAA. Berres
DonnerstagKindergartenalter ab 4 Jahre17:00 - 18:00FER. Reißer
 Grundschulkinder18:00 - 19:00FER. Reißer

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